| Obdachlose spielten um die deutsche Meisterschaft im Straßenfußball |
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Default text Hamburg-St. Pauli: Mitten auf der Reeperbahn tauchen vier Scheinwerfer den Spielbudenplatz in ein spektakuläres Licht. Darauf aufgebaut: ein Spielfeld, 22 mal 16 Meter groß, mit zwei Toren, rundherum Banden, darüber Netze gespannt. Im Hintergrund prangen grell die Schriftzüge von Casinos und Theatern. Acht Männer stehen auf dem Platz, die Muskeln gespannt, die Augen auf den Ball am Mittelpunkt gerichtet. Kaum weniger gespannt sind rund 300 Zuschauer. Sie warten auf den Anpfiff zum Finale. Die amtierenden Deutschen Meister Hannibals Erben aus Kiel verteidigen ihren Titel gegen die Kanten vom Kalandhof Celle – allesamt jung, kräftig und offenbar fest entschlossen, den Pokal mit nach Hause zu nehmen. 17 Teams sind am vergangenen Wochenende zur Deutschen Fußballmeisterschaft der Wohnungslosen gekommen. Soziale Einrichtungen wie Wohnheime oder Tagestreffs für Obdachlose, Straßenmagazine oder Beratungsstellen stellen die Mannschaften. Das Leben der Spieler ist oder war von Sucht, Einsamkeit und Heimatlosigkeit bestimmt. Aber auch wenn sie ihre persönliche Notsituation gemeistert haben, wieder in einer Wohnung wohnen oder sogar eine Arbeit haben, bleiben sie ihren Teams treu – und umgekehrt. "Wir schmeißen keinen raus, nur weil er sein Leben wieder in den Griff bekommen hat", sagt Jörg Wettstädt, Betreuer der KunztKicker, des Teams vom Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt. |














