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Ulm. Mick Larsow ist seit acht Jahren drogenabhängig. Er war jahrelang obdachlos, drückte Heroin, hat seine Tochter das letzte Mal vor neuen Jahren gesehen. Jetzt trinkt er hat eine eigene Wohnung. Ob er den Weg aus der Sucht schafft?
Es gibt viele Möglichkeiten sich sein Leben zu verbauen. Drogen sind eine sichere Variante.
Es ist kurz nach eins, ein trüber Freitag im November. Mick Larsow, 28, drahtig, roter Kapuzenpulli, blonder Irokesenschnitt, räumt das letzte Viertel einer Tiefkühlpizza weg. Auf dem Couchtisch steht eine halbvolle Flasche „Burgkrone Helles“. Der halbe Liter bei Norma: 35 Cent. Mit Pfand. Sein Frühstück. Kalte Luft und das Rauschen der Autos dringen durch das offene Fenster. Das Zimmer liegt im dritten Stock eines Backsteinhauses in der Ulmer Oststadt. Der Fernseher läuft. Pro7. An der Wand hängt ein Foto, ein Holzkreuz auf einem Friedhof. „Das war ein guter Kollege von mir, Überdosis, mit 38.“
Pizza und Bier zum Frühstück
Larsow ist vor einer Stunde aufgestanden, war schon mit seinem Mischlingshund Brain draußen. Der liegt nun auf dem anderen Sofa. Das Bier, von dem Larsow in kleinen Schlücken trinkt, und die Selbstgedrehten, die er alle zwanzig Minuten ansteckt, sind momentan die einzigen Drogen, die er zu sich nimmt. „Und ab und zu kiff’ ich mal einen.“
Mick Larsow trinkt, aber das ist für ihn schon ein Fortschritt, immerhin hat er jetzt ein Dach über dem Kopf, lässt die Finger vom Schnaps, hält Abstand von Pillen und Pilzen. Und von Heroin. Zwei Jahre hat er gedrückt.
Mick Larsow heißt nicht so, möchte seinen wahren Namen aber nicht in der Zeitung lesen. Sonst könnte er mit Polizei und Ämtern noch mehr Schwierigkeiten bekommen, als er sowieso schon hat. Er will gerne in seinem Zimmer bleiben. Seit dem 1. Juni hat er es. Die 372 Euro für die 26 Quadratmeter zahlt das Amt.
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