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Written by Dietmar   
Friday, 21 January 2011 08:03
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Rein ins Warme – das ist für Obdachlose im Winter lebenswichtig. Ein Besuch beim Kälteschutz in Offenburg.

von Marijana Babic

Ein früh einsetzender, harter Winter wie der diesjährige mag Skifahrer und Snowboarder freuen – für Obdachlose ist er gefährlich, wenn nicht sogar tödlich. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) sind in diesem Winter bisher drei Obdachlose erfroren. Schätzungen der BAGW zufolge gab es in Deutschland im Jahr 2008 ungefähr 230 000 Wohnungslose, d.h. Menschen, die nicht über einen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügten, etwa 20 000 von ihnen lebten ohne jede Unterkunft auf der Straße. Die deutschen Behörden führen keine Statistiken zur Zahl der Wohnungslosen.

Das St. Ursulaheim in Offenburg ist die Anlaufstelle für Obdachlose im Ortenaukreis, dem größten Landkreis in Baden-Württemberg. Vor allem bei klirrender Kälte und gesundheitlichen Problemen ist das Heim oftmals die letzte Rettung. Denn wer auf der Straße lebt, der zahlt einen hohen Preis: Soziale Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und gesundheitliche Probleme gehören dazu. »Wer drei Monate auf der Straße lebt, ist nicht mehr gesund«, sagt Aki Kiokpasoglou, Sozialpädagoge, Streetworker und stellvertretender Heimleiter. Die meisten Obdachlosen leiden unter Mangelernährung, Rheuma, Hauterkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats, psychischen Krankheiten oder Suchtproblemen leiden, so ist unter ihnen zum Beispiel die Anzahl der psychisch Erkrankten fünfmal höher als beim Rest der Bevölkerung, ein Drittel hat zudem erhebliche Alkoholprobleme. Das sind schwierige Voraussetzungen, um wieder auf die Beine zu kommen.

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