| Winternotprogramm in Hamburg |
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| Written by Sarah Metelmann |
| Saturday, 05 February 2011 08:54 |
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Default text Manch einer mag sich gefragt haben, was die Container auf dem Parkplatz hinter dem Elektro- und Informationshochhaus am Berliner Tor zu bedeuten haben. Die Container sind keine gewöhnlichen Baucontainer, sondern bewohnt. Obdachlose Frauen finden an diesem Ort im Winter Schutz vor der Kälte. Donnerstagmorgen, 9.30 Uhr. Die 21-jährige Sarah und die 23-jährige Jasmin beenden gleich ihre Frühschicht. Schon seit 7.30 Uhr sind sie hier, haben den Gemeinschaftcontainer aufgeschlossen, Kaffee und Tee gekocht und sich um die Container-Bewohnerinnen gekümmert. Zuhören, Gespräche führen und mit einem offenen Ohr für die Probleme der Bewohnerinnen da sein, kennzeichnen die wesentlichen Aufgaben der Studenten. Insgesamt engagieren sich 17 Erstsemestler der Sozialen Arbeit für das »Winternotprogramm«, an dem die HAW seit 1993 teilnimmt und das eng von einer Lehrveranstaltung begleitet wird. Von Anfang November bis Mitte April finden zehn obdachlose Frauen in den fünf Doppelcontainern Platz. Ausgestattet mit Bett, Stuhl, Tisch und Schrank ist die Einrichtung der Einzelzimmer bescheiden. Für die Bewohnerinnen stellen diese Unterkünfte jedoch Luxus dar. »Viele Frauen sind oftmals schon sehr lange obdachlos und kommen zum Teil jedes Jahr wieder«, erzählt Andrea Hniopek, Diplom Sozialarbeiterin und Leiterin des Projekts. Von derzeit etwa 1030 als obdachlos erfassten Menschen in Hamburg, sind 22,3 Prozent weiblich. Weil das Hilfesystem für wohnungslose Menschen vorwiegend auf Männer zugeschnitten ist, richtet sich das Angebot des »Winternotprogramms« ausschließlich an Frauen. Ihnen soll hier ein besonderer Schutz gewährt werden. »Die Unterkünfte sind sehr beliebt und fast immer ausgelastet«, erzählt Hniopek. »Die Container bieten im Gegensatz zu Mehrbettzimmern ein bisschen Privatsphäre und es gibt keinen begrenzten Aufenthalt. Zudem ist das Angebot niedrigschwellig, unbürokratisch und kostenlos«, erklärt sie den großen Anlauf. |














