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Wenn "Brunnhilde" die Tanzfläche rockt PDF Print E-mail
Written by Silvia Schober   
Tuesday, 08 March 2011 08:44
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Eine Reise durch "Frauenhäuser" in Wien aus Anlass des 100. Weltfrauentages am 8. März - "Kathpress"-Reportage von Silvia Schober


Wien (KAP) Weiblichkeit rockt: Im neu gegründeten Kollektiv "Brunnhilde" des "KunstSozialRaum Brunnenpassage" in Wien-Ottakring haben sich zwölf junge "DJns" - weibliche Diskjokeys - unterschiedlichster Herkünfte zusammengeschlossen und geben auf Festen und Veranstaltungen den musikalischen Ton an. In einem Workshop nur für Mädchen haben die jungen Frauen das Handwerk des Auflegens in der "Brunnenpassage" gelernt. Elif alias "DJn Annatolia" steht hinter dem Mischpult, dreht an Knöpfen und Schrauben und fällt besonders mit ihrem knall-pinken Kopfhörer über ihrem schwarzen Kopftuch auf. "Es ist immer wieder lustig, z.B. Techniker staunen zu sehen, wenn man sich mit der Materie kennt. Von einer Frau erwartet man das nicht und von einer muslimischen Frau schon gar nicht", schmunzelt die 27-Jährige. Mit Blick auf den 100. Internationalen Frauentag, der am 8. März begangen wird und nach wie vor die Rechte von Frauen einfordert, eine bemerkenswerte Sache.

Neben Elif und ihrem pinken Blickfänger steht die 23-jährige Petra mit frecher Rothaarfrisur und kroatischem Hintergrund, die als "DJne Countessa" das Publikum in Bewegung bringt. "Ich liebe es, wenn Petra eine kroatische Schnulze auflegt", erzählt die 19-jährige Theda, ebenfalls Djne, und die ursprünglichste Österreicherin in der Runde. "Im Kollektiv sind Mädchen der verschiedensten Kulturen und Länder eine kleine Familie geworden", sagt Elif.

Seinen Anfang nahm die gut gebuchte "Brunnhilde" 2009 in einem Schnupperworkshop in der "Brunnenpassage", "im Vorjahr sind wir dann richtig gestartet", berichtet Anne Wiederhold, die Leiterin des "KunstSozialRaums". Unter professioneller weiblicher Anleitung wie der in der Szene bekannten "Sweet Susi" beschäftigten sich die jungen Frauen aus z.B. Kroatien, Portugal, Türkei, Polen und dem Libanon mit Sound, Songs und der entsprechenden Technik. "Es ging aber auch um die Frage, was heißt es, wenn ich als Frau auflege? Wie verhandle ich Gagen, wie gehe ich mit Anmachen um?", erklärte Wiederhold. Und ganz generell habe sich die Frage gestellt, wie Frau in der männerdominierten Szene soweit kommt, um - wie etwa Vorbild "Sweet Susi" - in Weltmetropolen musikalisch den Ton anzugeben. Das Selbstbewusstsein der Mädchen hinter dem Plattenpult steigt jedenfalls durch die Ausbildung und den freundschaftlichen Umgang miteinander - und leidet sicherlich nicht darunter, wenn Frau hin und wieder auch männliche Techniker in die Schranken weist.

[gesamte Reportage]

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Last Updated on Tuesday, 13 September 2011 16:19
 

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