| Reden über Hegel und Hartz IV |
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| Written by Simone Sohl |
| Monday, 14 March 2011 09:16 |
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Default text Max Schipke sitzt mit einem älteren Mann - nennen wir ihn Edgar - am Tisch und philosophiert. Um Hegel geht es, auch über Kant unterhalten sich die beiden. Max ist 17 Jahre alt und besucht die zwölfte Klasse des Hölderlin-Gymnasiums, Edgar ist Mitte 50 und hat weder eine Arbeit noch einen festen Wohnsitz. Ungewöhnliche Gesprächspartner sind das. Zusammengebracht hat sie eine Frühstücksaktion der Providenzgemeinde: Eine Woche lang bereiten die Hölderlin-Schüler in ihren Fasnachtsferien Frühstück für Obdachlose und Bedürftige zu. "Uns geht es vor allem darum, dass sich die Jugendlichen mit dem Schicksal der Bedürftigen auseinandersetzen", sagt Markus Tiemeyer, Leiter des Jugendtreffs CityCult, der die Frühstücksaktion mitveranstaltet. Sein Plan scheint aufzugehen: Max etwa fällt es nach anfänglicher Unsicherheit inzwischen leicht, mit den Frühstückern zu reden. Seiner Mitschülerin Lisa Barwig geht es ähnlich; sie hat schon im vergangenen Jahr mitgemacht und ist immer wieder beeindruckt von den Menschen, die sie hier kennenlernt. "Ein Mann hat mir erzählt, dass er im Wald am Philosophenweg wohnt", berichtet sie. "Er ist total fasziniert von der Alten Brücke, nennt sie die 'Brücke der Nationen' - das war ein interessantes Gespräch." [mehr lesen] |














