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Drei Zivis für Obdachlose PDF Print E-mail
Wednesday, 16 March 2011 08:32
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Obdachlos – wer dieses Wort hört, denkt vielleicht an einen Mann mit großem Bart und viel Gepäck, der nie lange an einem Platz verweilt. „Das ist ein Klischee, die Wirklichkeit sieht anders aus“, betont Lars Elsner. Der Jugendredakteur arbeitet in einer Einrichtung für Wohnsitzlose in Aalen. Und er bleibt sogar drei Monate länger im Dienst, als er eigentlich müsste.

Aalen. Obdachlos, so hat Lars gelernt, heißt eigentlich nur, dass ein Mensch keine feste Adresse mehr hat. Das könne jeden treffen: das Mädchen, das mit 18 Jahren von Zuhause rausfliegt; den Mann, der von seiner Frau vor die Türe gesetzt wird; die Familie, die bei einem Hausbrand alles verliert; oder den Schulabbrecher, der es nie auf eigene Beine geschafft hat. Deshalb würden in einem Obdachlosenheim auch die unterschiedlichsten Leute zusammentreffen.
Anfangs habe er sich als Zivildienstleistender in einem Wohnsitzlosenheim aus reiner Neugier beworben, erzählt Lars. „Ich wollte einfach wissen, wie die Leute so sind und warum sie ihr Obdach verloren haben.“ Mittlerweile wisse er zumindest, dass er dort für andere Menschen etwas Gutes tun könne.
Bis 1. Juni 2011 wird Lars noch in der Zentralen Beratungsstelle für Wohnungslose (ZBS) der Caritas Ost-Württemberg in der Braunenstraße in Aalen arbeiten. „Trotz der gesetzlichen Wehr- und Zivildienstverkürzung habe ich mich freiwillig verpflichtet, neun statt nur sechs Monate zu bleiben“, sagt er.

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