| Spaziergang durch zwei Welten |
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| Written by Petra Recktenwald |
| Tuesday, 12 April 2011 06:32 |
Default text![]() Der „Bürger“ Martin Stankowski und der „Ex-Obdachlose“ Reiner Nolden streifen gemeinsam durch Stadt. Nolden zeigt dem Stadtführer seine Gegenden wie das WDR-Funkhaus am Wallraffplatz, wo er einst ein Volontariat absolvierte. Eigentlich meidet Reiner Nolden die Innenstadt, so weit es eben geht. „Zu viele Menschen dort“, sagt er knapp, „zu hektisch“. Was ihn jedoch nicht davon abhalten kann, am Donnerstag mit einer Gruppe interessierter Zuhörer durch die City zu streifen – und während dieser Stadtführung von der Zeit zu berichten, als er obdachlos wurde. Da war die Gegend rund um die Domplatte für einige Monate sein „Zuhause“. Ein Zuhause ohne die üblichen vier Wände allerdings, die ihn rundum hätten abschirmen können von Lärm, Wind und Wetter.„Familiäre Probleme“ seien damals die Ursache dafür gewesen, dass er ins Bodenlose fiel, ergänzt der gelernte Einzelhandelskaufmann für Werkzeug und Industriebedarf. Zweimal in seinem Leben verlor er – mit großem zeitlichen Abstand – seine feste Bleibe. Doch der letzte Rückfall liegt jetzt zwölf Jahre zurück. Inzwischen hat Nolden eine eigene Wohnung in Bickendorf bezogen, er ist verheiratet und arbeitet ehrenamtlich im Vertrieb der Straßenzeitung „Draußenseiter“. mehr lesen |















