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Von der Kolonie zur Lebens-Brücke PDF Print E-mail
Tuesday, 03 May 2011 06:37
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Das Lühlerheim in Weselerwald feiert Jubiläum: Im Mai 1886 wurde die "Rheinische Evangelische Arbeiterkolonie" eingeweiht. Zunächst wurde die Not arbeits- und obdachloser Männer gelindert. Heute ist die Evangelische Stiftung zugleich Schutzraum und Brücke zurück in die Arbeitswelt.

Es war der rheinische Pfarrer Stursberg, der 1881 in einem denkwürdigen Vortrag auf die Not der arbeits- und obdachlosen Männer hinwies und die Initiative übernahm, die 1886 zur Gründung der Rheinischen Evangelischen Arbeiterkolonie Lühlerheim führte. Die Wirtschaftskrise Ende der 1870er-Jahre und die Massenarbeitslosigkeit bescherten vielen Menschen ein Leben voller Nöte – eine vom Staat getragene soziale Hilfe gab es damals nicht. Nach dem Vorbild Friedrich von Bodelschwinghs, der unter der Devise "Arbeit statt Almosen" 1882 die erste deutsche Arbeiterkolonie gegründet hatte, sollte eine solche Einrichtung auch im nördlichen Teil der Rheinprovinz entstehen.

Der 1883 gegründete "Verein wider die Vagabundennoth" wählte als Standort die Lühlerheide zwischen Drevenack, Damm und Weselerwald. Im Februar 1886 zogen die ersten Kolonisten im Lühlerheim ein. 1888 wurde die Kolonie dem "Verein der Freunde des Lühlerheims" übergeben. Seit 1890 kümmert sich eine Stiftung und deren Vorstand um die Verwaltung.

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