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Nach dem „Abenteuer Straße“ folgt der schwerste Weg PDF Print E-mail
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Papenburg. Martin Jentzsch (Name geändert) nippt an seinem Kaffee. Vor wenigen Wochen hätte er dem noch eine Dose Bier vorgezogen, sagt er. Ihm gegenüber sitzt Sozialarbeiter Erich Boortz. Bei der Wohnungslosenhilfe im Haus Arche in Papenburg hat Jentzsch mit Boortz jemanden zum Reden gefunden. Ein Grund, nach fast 20 Jahren wieder sesshaft zu werden.Seit einigen Wochen lebt Jentzsch nun in Papenburg. Fast zwei Jahrzehnte zog der Mann aus Sachsen durch Deutschland. Er redet nicht schlecht über seine Zeit als Berber. So nennen sich die umherziehenden. Für ihn sei alles ein „Abenteuer“ gewesen, antwortet er auf die meisten Fragen, denn er habe „richtig viel von Deutschland gesehen.Wenn Sozialarbeiter Boortz nach dem Alkohol fragt, dann zeigen sich auch ein wenig die Schattenseiten.Um die Probleme auf der Straße zu vergessen“, begründet Jentzsch kurz. Davon, dass er jetzt in Papenburg ein besseres Leben hat, zeugt aber manches Lachen in dem Gespräch. Irgendwann konnte Boortz ihn zum Bleiben bewegen. Bleiben heißt in diesem Fall nicht nur sesshaft zu werden, sondern sich auch den Problemen aus dem bisherigen Leben zu stellen. Das Ziel lautet: Eine feste Wohnung zu suchen und vielleicht auch irgendwann wieder einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen.

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