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Obdachlose unter der Franz-Josef-Strauß-Brücke PDF Print E-mail
Friday, 09 December 2011 15:40
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"Hallo ihr!", grüßt das kleine Mädchen mit dem riesigen Schulranzen freundlich. "Grüß dich Kleine, kommst du grad aus der Schule?" antwortet der alte Mann mit der großen roten Mütze. Das Kind nickt, wünscht einen schönen Tag und hüpft von dannen. Der alte Mann mit der roten Mütze lehnt sich zurück und lacht vergnügt. Eine vorweihnachtliche Begegnung mit dem Nikolaus? Weit gefehlt.

Der bemützte Herr zeigt beim Lächeln noch genau vier Zähne, seine Finger sind gefärbt von den Selbstgedrehten, und die Füße stecken in dicken, altmodischen Pelzschuhen. Die braucht er auch, denn da, wo er sich die meiste Zeit seiner Tage aufhält, ist es bitterkalt.Der Herr heißt Jimmy, und Jimmy ist einer von fünf Männern, die gewählt haben. Ein Leben auf der Straße. Ein Leben unter der Franz-Josef-Strauß-Brücke, unweit der Wöhrder Wiese. Hier ist im Laufe des Sommers unter Duldung der Stadt ein Lager entstanden, das man beinahe als gemütlich bezeichnen kann. Könnte. Wenn es nicht so bitterkalt wäre. Und der Winter geht erst los. „Klar ist es kalt, aber wir sind schon so lange auf der Straße, dass wir das einfach gewohnt sind. Warme Klamotten, Schlafsäcke, Decken – dann ist das kein Problem“, sagt Norbert und drückt Hündin Mutzi an sich, das Maskottchen der Truppe.

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