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Sie helfen Kranken ohne feste Bleibe PDF Print E-mail
Friday, 16 December 2011 15:39
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In der Obdachlosenhilfe zählt die medizinische Ambulanz am Lutherplatz zu den herausragenden Einrichtungen. Eine sozialwissenschaftliche Evaluationsstudie im Auftrag des Landes-Sozialministeriums bestätigt dies jetzt. Trotz der Lorbeeren: Die Krankenschwester Sandra Simnacher, die sich in der Ambulanz kranker Wohnsitzloser annimmt, könnte ohne Spenden nicht weiter arbeiten. Um das Weiterbestehen des Angebots in der Tagesstätte für Obdachlose zu sichern, muss der Träger, der Fachverband für Rehabilitation und Prävention AGJ, neben den Zuschüssen vom Landkreis und der Stadt Konstanz rund 8000 Euro an Spenden aufbringen.Krankheit trifft Obdachlose hart Die Krankenschwester Sandra Simnacher ist für viele Obdachlose die erste Anlaufstelle, wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Zu ihr kommen Menschen von der Straße, die Scheu haben, eine Arztpraxis zu betreten. Simnacher begleitet die Menschen bei Bedarf, klärt mit der Krankenkasse die Übernahme von Therapien ab, hilft, die Heil- und Kostenpläne zu verstehen, und sucht eine Lösung, wenn ein Obdachloser schwer erkrankt. Kürzlich kümmerte sie sich um einen, bei dem Krebs diagnostiziert wurde. Er hatte keine Wohnung und keine Angehörigen, die helfend zur Seite stehen konnten. Simnacher begleitete den Mann bei den Gesprächen mit dem Arzt, baute für ihn ein Netzwerk für Hilfestellungen auf. Ähnliches ist notwendig, wenn ein Obdachloser aus einem Krankenhausaufenthalt kommt. Er kann dann in der Regel nicht wieder zurück auf die Straße.

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