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Weniger Menschen leben im Saarland auf der Straße PDF Print E-mail
Written by Saarbrücker Zeitung   
Friday, 13 January 2012 11:54
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Die Zahl der obdachlosen Menschen, die in Saarbrücken tatsächlich auf der Straße leben, hat sich in den vergangenen Jahren nach einem zwischenzeitlich höheren Stand reduziert. Waren es 2008 etwa 20 Menschen, wurden Ende 2011 zwischen fünf und zehn Obdachlose gezählt. 2009 waren es noch zwischen 20 und 30 Personen gewesen. Das gab Sozialdezernent Harald Schindel (Die Linke) im Sozial- und Integrationsausschuss der Landeshauptstadt auf Nachfrage der sozialpolitischen Sprecherin der Grünen Sigrun Krack öffentlich bekannt. Zeitgleich ist die Zahl der Menschen, die in Obdachlosenwohnungen leben, leicht gestiegen: Ende 2011 waren es 333 Menschen in 221 Haushalten, 2008 noch 320 in 210 Haushalten. Dabei trifft Wohnungslosigkeit eher Männer als Frauen: Ende Juni des vergangenen Jahres waren 138 Männer, 93 Frauen und 73 Kinder wohnungslos. Diese Verteilung von Männern und Frauen ist in den vergangenen drei Jahren konstant geblieben. Auffällig ist, dass immer mehr junge Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen sind. "Es gibt eine hohe Anzahl von Menschen bis 30 Jahre, die wegen Klage oder Räumungstermin von Wohnungslosigkeit bedroht sind“, sagte Schindel. Allein bei unter 18 Jährigen soll die Zahl der Obdachlosen um die Hälfte gestiegen sein. Ebenso zugenommen hätten psychisch kranke und in verwahrlosten Wohnungen lebende Menschen, die schließlich wohnungslos würden, Zunehmend haben Personen, die in Heimen aufgenommen werden wegen dieser Probleme auch Betreuer“, ergänzte der Sozialdezernent. Allerdings seien die Wohnheime – wie 2008 – auch heute „nahezu ausgelastet“, wie es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung hieß.

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