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Ehemals Wohnungslose werden betreut PDF Print E-mail
Written by Rhein-Zeitung   
Thursday, 19 January 2012 12:28
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Am Anfang schien die Diskussion verhärtet. "Es fehlen bezahlbare Wohnungen", klagen die Vertreter von Institutionen, die sich um Wohnungslose kümmern. In der Pflicht sehen sie vor allem die Koblenzer Wohnbau. Und deren Vertreter entgegnen: "Viele Wohnungslose sind gar nicht wohnfähig. Sie brauchen Betreuung.". Vor gut einem Jahr sind die Parteien in eine offene Gesprächsrunde miteinander gekommen. Angestoßen hat sie Lotto-Geschäftsführer Hans-Peter Schössler. "Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung", appelliert er. "Und gerade Menschen ohne Wohnung haben vielleicht am wenigsten eine Lobby. Aber wir dürfen sie nicht vergessen, dürfen nicht erschüttert darüber sein, wenn wieder jemand im Winter draußen erfriert, sondern müssen im Vorfeld handeln." Schnell kristallisiert sich bei den Treffen ein großes Problem heraus: Menschen, die ohne Wohnung sind, haben Riesenprobleme, eine zu finden. Bei privaten Vermietern ist es fast unmöglich, weil es große Vorbehalte gibt. Aber auch zum Beispiel bei der Wohnbau stoßen die Gesuche immer wieder auf taube Ohren, berichten die Sozialarbeiter von AWO, Caritas und der "Schachtel", die in ihrer täglichen Arbeit mit Wohnungslosen zu tun haben. Gäbe es aber eine Betreuung der Wohnungslosen, zumindest über einen begrenzten Zeitraum am Anfang, wäre die Wohnbau viel leichter bereit, auch an ehemals Wohnungslose zu vermieten, heißt es auf der anderen Seite. Und deren Chancen würden enorm steigen, mit der neuen Situation fertigzuwerden.

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