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Bremer Obdachlosenheim droht der Abriss PDF Print E-mail
Written by Weser Kurier   
Wednesday, 25 January 2012 12:23
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Der Begriff "Abriss" bekommt Konjunktur, wenn es um die Zukunft des Jakobushauses geht, das wegen der bunten Fassadenfarben bekannt ist als Papageienhaus. Weil in der Betreuung von Wohnungslosen neue Wege beschritten werden sollen, droht das Gebäude in der Bahnhofsvorstadt nahe Breitenweg nun überflüssig zu werden. Eine Perspektive, mit der sich Parlamentarier durchaus anfreunden können. Dem Jakobushaus droht der Abriss. Die rot-grüne Regierung hat sich vorgenommen, eine neue Richtung einzuschlagen, demnach werden die Hilfsangebote für Wohnungslose "dezentral" ausgerichtet. Wie das gestaltet werden soll, das wird fachlich im Verbund von Innerer Mission, Behörde und Politik diskutiert. Das Gelände, auf dem das markante Gebäude nahe Hochstraße am Bahnhof steht, gehört der Stadt und wird über einen langfristigen Pachtvertrag von der Inneren Mission genutzt. "Im Übergangswohnheim Jakobushaus stehen 32 Einzelzimmer für Männer zur Verfügung, die aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Verfassung nicht in der Lage sind, ein selbstständiges Leben zu führen. Die Beratungsangebote im Jakobushaus - Suchtberatung, Arbeitsberatung - ergänzen die Hilfe mit dem Ziel, die Männer wieder an ein eigenständiges Leben heranzuführen." So heißt es in der offiziellen Darstellung der Inneren Mission. Auf den acht Etagen ist in dem Objekt außerdem der "Jakobustreff" mit Cafeteria und Duschen untergebracht sowie die Notunterkunft mit 45 Übernachtungsplätzen. Bertold Reetz, Leiter des Jakobushauses, kann sich eine andere Zukunft für das Übergangswohnheim vorstellen. Dieses soziale Angebot gäbe es demnach nicht mehr im Papageienhaus, sondern in ein oder zwei Appartementhäusern. Dazu würde ein "Wohntrainingskonzept" angeboten - es gäbe beispielsweise eine Lehrküche, dazu Beratungsangebote. Mit einem Betreuungspaket würde versucht, die Betroffenen an ein eigenständiges Leben heranzuführen.

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