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Schüler der Kellerskopfschule unterstützen die Teestube PDF Print E-mail
Written by Wiesbadener Kurier   
Friday, 27 January 2012 13:57
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Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b der Kellerskopfschule im Religionsunterricht mit dem Thema Diakonie auseinandergesetzt haben, sind sie selbst aktiv geworden und haben Zahnbürsten für die Besucher der Teestube in der Dotzheimer Straße gesammelt. 150 Bürsten und 50 Zahncremes sind dabei zusammengekommen. Bis heute zehrt die Teestube von der Spende, die für deren Klienten einen ganz besonderen Stellenwert hat. „Dass Jugendliche das gesammelt haben, ist für unsere Besucher etwas ganz Besonderes. Es zeigt ihnen, dass Schüler nicht nur negativ auf Wohnungslose herabsehen, sondern sich Gedanken machen, wie man ihnen helfen kann“, freut sich Teestuben-Leiter Matthias Röhrig. So können die Nutzer der Teestube wenigstens direkt vor ihrem Besuch bei der zahnärztlichen Versorgung mal für Mundraum-Hygiene sorgen. „Für die Obdachlosen in der Teestube ist das Luxus“, hat Nick, einer der Schüler, bei dem Besuch bei Teestuben-Leiter Röhrig gelernt. „Wenn Krankheiten im Mund entstehen, kostet es auch wieder Geld, das behandeln zu lassen“, erläutert Julie, warum sich die Klasse dafür entschieden hat, die Teestube in dieser Form zu unterstützen. So kommen sie durch das Lernen über die Diakonie selbst zum Handeln. „Ich habe mich mit mehreren sozialen Projekten in Verbindung gesetzt. Mit der Tafel sogar mehrfach. Aber nur die Teestube hat sich zurückgemeldet“, erläutert Nicole Stenger, die die Klasse als Referendarin unterrichtet, warum die Wahl auf die Tagesaufenthaltsstelle für wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen in der Dotzheimer Straße gefallen ist. Bei den 23 beteiligten Schülerinnen und Schülern hat die Auseinandersetzung mit dem Thema für eine veränderte Wahrnehmung gesorgt. „Ich habe immer gedacht, dass die alle trinken, aber die sind nicht alle abhängig“, räumt etwa Ramona ein. Viele hatten zunächst ein ganz normales Leben, hat Luise gelernt. „Sie haben Depressionen bekommen, weil die Frau gestorben ist oder sie ihren Job verloren haben. Dann werden sie arbeitslos und landen auf der Straße. Unglaublich, dass man so absacken kann“, meint Larissa.

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