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Kälte kommt: 22.000 Obdachlose in Deutschland in Gefahr? PDF Print E-mail
Written by Augsburger Allgemeine   
Tuesday, 31 January 2012 13:08
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Die sibirische Kälte diese Woche lässt viele frieren - doch besonders leiden die Obdachlosen darunter. Jetzt wird Einsatz für die Wohnungslosen gefordert. Angesichts der sibirischen Kältewelle in Deutschland haben die Wohnungslosenverbände Sicherheitsdienste und Wachleute aufgefordert, großzügig mit Obdachlosen umzugehen. "Bei dieser Kälte appelliere ich an die Wachdienste, die Wohnungslosen nicht gleich rauszuwerfen und dafür Menschlichkeit walten zu lassen", sagte der Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Wohnungslosenhilfe (BAGW), Thomas Specht. Zugleich erinnerte er die Kommunen an ihre gesetzliche Pflicht, rechtzeitig Notunterkünfte in ausreichender Zahl bereitzustellen. "Geschätzt etwa 22 000 Menschen leben in Deutschland auf der Straße", sagte Specht, "Tendenz steigend". "Die Kommunen müssen jetzt zusätzliche Unterkünfte bereitstellen", forderte er. "Im Notfall müssen sie Zimmer in Pensionen oder Gasthöfen anmieten." Sinnvoll könne auch sein, U-Bahn-Stationen, Bahnhöfe oder andere geeignete Gebäude zu öffnen."Für die Unterkünfte muss es großzügige Öffnungszeiten geben", mahnte Specht. "Eine Befristung des Aufenthalts auf wenige Tage ist rechtswidrig". Die Unterkünfte selbst müssten abschließbare, sichere Spinde und getrennte Abteilungen für Frauen haben. "Etwa ein Viertel der Wohnungslosen sind Frauen".

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Last Updated on Wednesday, 01 February 2012 07:29
 

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