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Jede Nacht Kampf gegen den Kältetod PDF Print E-mail
Written by faz.net   
Sunday, 05 February 2012 07:22
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Auch bei zweistelligen Minusgraden leben Menschen auf der Straße. Sozialarbeiter suchen mit dem Kältebus Obdachlose auf und helfen ihnen zu überleben.Peter Nordmann fährt im Schritttempo an Hauseingängen und Bushaltestellen vorbei und blickt aus dem linken Seitenfenster des weißlackierten Kleintransporters. Vor dem Fenster eines Möbelgeschäfts sitzen zwei Frauen auf einer Matratze, mit dicken Wollmützen auf dem Kopf und in eine Bettdecke eingehüllt. „Die sind gut versorgt, da müssen wir nicht helfen“, sagt Nordmann. Der 63 Jahre alte Sozialarbeiter ist seit 15 Jahren als Fahrer des Kältebusses unterwegs. Sein Beifahrer Alexander Mosch ist seit drei Jahren als Sozialhelfer dabei.Der Kältebus des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten fährt seit 1988 von November bis April durch Frankfurt, um wohnungslosen Menschen zu helfen. "Mit unserer Arbeit sichern wir das Überleben dieser Menschen", sagt Heiko Ewald, Bereichsleiter des Vereins.Die Sozialarbeiter fahren täglich von 21 bis 5 Uhr bekannte Schlafstätten Wohnungsloser an und kontrollieren, ob sie gut versorgt sind. „Dabei arbeiten wir eng mit der Elisabeth-Straßenambulanz der Caritas und mit Streetworkern und Sozialarbeitern des Beratungszentrums Bleichstraße zusammen“, erläutert Ewald. "Keiner soll erfrieren“, sagt Maria Goetzens, Ärztin der Elisabeth-Straßenambulanz. Sie hebt hervor, dass die verschiedenen Hilfsorganisationen in der Stadt zum Wohl der Obdachlosen gut miteinander kooperierten.

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