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Berichte
Konfirmanden Besuch im Senior Schläger Haus in Hameln PDF Print E-mail
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Am Samstag, den 18.2.2012 besuchten Konfirmanden der Hamelner Kirchengemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ das Senior Schläger Haus.

 

Aufgabe für die 14-15-jährigen war es, eine Einrichtung, die Hilfen für wohnungslose Frauen und Männer anbietet, kennenzulernen.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Dörte Sasse (Mitarbeiterin im Tagestreff), Jürgen Schneider (wohnungslos, Mitbegründer des Internetportals „berber-info.de“) und Jörg Fischer (Mitarbeiter der Ambulanten Wohnungslosenhilfe) wurde den jungen Besuchern das Haus am Ostertorwall 22 gezeigt.

Auf 3 Etagen steht ein vielfältiges Hilfeangebot für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen zur Verfügung.


Foto: Jörg Fischer

 

Im Dachgeschoss kann in kleinen Zimmern übernachtet werden. Männer, Frauen und Paare – auch in Hundebegleitung – haben hier die Möglichkeit unter Wahrung ihrer Privatsphäre und Selbstbestimmung geschützt die Nacht zu verbringen.

Der Tagestreff im Erdgeschoss bietet allen Besuchern, die über keinen eigenen Wohnraum verfügen, eine „Ersatz“-Wohnung.

In der 1. Etage erhalten Hilfesuchende, die in Schwierigkeiten sind und ihre Probleme lösen möchten, Beratung und persönliche Unterstützung.

Träger der Hilfeangebote ist der Landkreis Hameln-Pyrmont (Übernachtungsstelle) und das Diakonische Werk Stadtverband Hannover (Beratungsstelle/Tagestreff). Hauseigentümer und Förderer der Arbeit ist der Verein Senior Schläger Haus e.V.

Um das Thema „Wohnungsnot“ zu vertiefen, wurden den Konfirmanden mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation die Unterstützungsangebote des Senior Schläger Hauses im Detail erläutert. So wurde über lebenspraktische Hilfen der Grundversorgung informiert:  Aufenthalt in geschützten Räumen, Duschen, Wäschewaschen und -trocknen, Kleiderkammer oder warmes Mittagessen sowie medizinische Erstversorgung durch einen Arzt, der einmal die Woche im Haus eine Sprechstunde durchführt.

Dargestellt wurden aber auch alle Hilfen, die notwendig sind, wenn der Weg von der Straße wieder in die Wohnung führen soll, wenn das Ziel heißt, wieder am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Insbesondere die Fragen „Wie und warum wird man wohnungslos?“ und „Wie sieht das Leben auf der Straße aus?“ interessierten die jungen Besucher.

Hierzu konnte Jürgen Schneider ausführlich berichten, da er selbst nach einer schwierigen Jugendzeit bereits mit 18 Jahren auf der Straße stand und seitdem mit Unterbrechungen ohne festen Wohnsitz in Deutschland unterwegs ist.

In den vielen Jahren des „Reisens“ hat er viel erlebt, Positives wie Negatives. So musste er wie viele andere Betroffene im Freien Schlafen, schutzlos der Witterung und Übergriffen ausgesetzt, musste das Überleben sichern, sich mit Ämtern auseinandersetzen, um Geld (Tagessätze des ALG II) und zustehende Beihilfen zu erhalten. Jürgen hat aber auch Unterstützung erfahren, Menschen, die ihn bei sich beherbergen, kennengelernt und Solidarität wohnungsloser Menschen untereinander gespürt.

„Was können wir selbst tun, um in Not lebenden Menschen zu helfen?“ war die abschließende Frage der Konfirmanden.

Die eigene Einstellung und Sichtweise zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu verändern, Wohnungslosen mit Respekt zu begegnen, sie nicht abfällig als „Penner“ zu beschimpfen, sondern ihre Würde als Mensch zu achten, war die gemeinsame Antwort.

Hilfreich für wohnungslose Frauen und Männer ist es auch, die im Senior Schläger Haus gemachten Erfahrungen und erhaltenen Informationen weiterzugeben. Im Gespräch mit Freunden, in Freizeitgruppen oder in der Schule Verständnis für die schwierige Situation von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, zu wecken und Vorurteilen entgegenzuwirken. Aber auch ganz praktische Hilfestellungen sind willkommen, wie z.B. gebrauchte, gut erhaltene Bekleidung weiterzureichen oder zu Weihnachten Spendensammlungen zu organisieren, um Geschenke für Menschen zu packen, die ansonsten nicht teilhaben können.

 

Anmerkung:

 

Informationsveranstaltungen sind regelmäßiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit im Senior Schläger Haus. Im letzten Jahr (2011) wurden insgesamt15 Informationsveranstaltungen mit 213 Teilnehmern für Konfirmanden, Schulklassen, Jugendgruppen, Erwachsenengruppen, Fachkollegen/-innen durchgeführt. Die Hilfeangebote des Senior Schläger Hauses aber auch „das Leben auf der Straße, bzw. in Armut“ waren Inhalte der Vorträge.

 
Projekt für obdachlose Jugendliche in Völklingen PDF Print E-mail
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Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales der Stadt Völklingen beschäftigte sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Arbeit der vor zwei Jahren enagierten Streetworker, mit der Kindertagesbörse und dem Projekt Stadtteilmütter.

Völklingen. Als die Streetworker Klaus (Name geändert) kennen lernen, ist er obdachlos und drogenabhängig. Der junge Mann lebt in einem Keller eines Mehrfamilienhauses, ist nicht krankenversichert und hat keine Einnahmen. Außerdem macht ihm eine große eiternde Wunde am Hals zu schaffen. Er nimmt gerne Hilfe an: Die Streetworker stellen ihn bei den Ärzten der ambulanten Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes vor, eine Krankenversicherung wird beantragt. Mit dem Job-Center handelt man aus, dass Klaus Essensgutscheine erhält. Inzwischen hat er eine eigene Wohnung. Nach der Entgiftung nimmt der 21-Jährige an einer Fördermaßnahme teil. Jetzt soll er zu einer Langzeittherapie motiviert werden.

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Ich war beim 6. Treffen der Menschen mit Armutserfahrung PDF Print E-mail
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Protokoll zur Nationalen Armutskonferenz (nak) am 14. und 15. September 2011 in Berlin von den Teilnehmern Herr Schröder, Herr Dammer und Herr Witte (Wohnheim Michaelshofen)

Erster Tag

  • lange pünktliche Anreise
  • Ankunft in der Stadtmission Berlin
  • Anmeldung und erster Überblick über Lokalität und Anwesende
  • es machte den Eindruck einer Trostveranstaltung, ca. 100 Teilnehmer
  • Einführung von Frau Hofmann gestört durch unqualifizierte Zwischenrufe
  • auch die Vorstellung des Sozin wurde undiszipliniert gestört
  • Bericht von 10. europ. Treffen von Menschen mit Armutserfahrung von Frau Biehn 

Einführung in die Strategie von 2020 durch Frau Schmidt (MAIS)

-          Verringerung der Armut um 25 %, z.Zt. ca. 20 Millionen Kinder von Armut betroffen

-          Feststellung der von Armut Betroffenen wird über Massenerwerbslosigkeit definiert

      -          Forderung nach 40 % Hochschulabsolventen

Der Vortrag von Frau Schmidt lief geordneter ab. Sie übte auch Kritik am der Umsetzung der 2020-Strategie, konkrete Lösungsvorschläge wurden jedoch nicht vorgestellt

Danach Einstieg in die AG`s

Gruppe 1: Strategie 2020  und die Möglichkeiten der politischen Arbeit mit Frau Biehn (ca.

30-35 Teilnehmer)

  • Vorstellungsrunde (wurde gestört durch Selbstdarsteller und Gejammere)
  • Mut zur eigenen Politik
  • Unternehmer zur Verantwortung zwingen
  • Vernetzung der Armutsbekämpfung
  • neue Aktionen entwickeln um Aufmerksamkeit zu erregen
  • Förderung der Bildung
  • 2020-Strategie ist Beruhigungspille aus Brüssel
  • Armut definieren und die Ursachen erforschen
  • Definitionen haben keine Allgemeingültigkeit
  • die momentanen Gegebenheiten voll ausnutzen und dann politische Forderungen stellen
  • nicht relevant welche Partei an der Regierung ist (Armut ist keine Parteipolitik)

Zweiter Tag

Plenum der Arbeitsgruppen, Zusammenfassung wird seitens der Veranstalter per E-Mail nachgereicht

§ Vortrag von Gabi Zimmer (Die Linke)

  • Parteipolitisches Schauspiel
  • „Zuerst der Mensch dann der Euro“ (5 € ins Phrasenschwein)
  • Frau Zimmer prangerte das Hin- und Herschieben von europäischer und nationaler Verantwortung gegen Armut an

Vortrag von Holger Winkler (BM für Arbeit und Soziales)

  • Darstellung der aktuellen Programme der Bundesregierung zur Bekämpfung der Armut in Deutschland. Aggressive Stimmung gegenüber Herr Winkler seitens einiger Selbstdarsteller.
  • 3 Elemente:

1.    Bekämpfung der Altersarmut durch Zuschussrente

2.    Leistungen für Kinder aus unterprivilegierten Verhältnissen

          3.    Bessere Integration von Migranten (Qualifikationsgemäße Beschäftigung)

Vor Zusammenfassung verließen wir die Veranstaltung (Überdruss wegen der Selbstdarsteller)!

Subjektive Bewertung der Teilnehmer aus Haus Segenborn (Herr Schröder, Herr Dammer, Herr Witte)

Organisation:

 

-          suboptimal, weil die zeitliche Ansetzung der AG`s an den Beginn solch einer „Konferenz“ gesetzt werden sollte!

-          Gespräche und Diskussionen die aus den AG`s entstehen, würden den weiteren Verlauf, z. B. Vorträge, nicht oder weniger stören, da sich   Gesprächspartner separieren würden

Moderation:

 

-          Das undisziplinierte Verhalten des Auditoriums bekam die Moderatorin am ersten Tag „nicht in den Griff“ Erst am zweiten Tag griff sie (aufgrund von Hinweisen aus den AG`s) sehr gut durch.

 

     Auditorium:

-          Sehr sehr sehr undiszipliniert!!!

-          Sehr viele Selbstdarsteller!!!

-          Zu jedem Beitrag, z.B. ein Zwischenruf: „Ich hab da ne Lischte“ (siehe Karikatur) Ein Teilnehmer sagte immer wieder „Ich habe da eine Liste“, kam jedoch nicht dazu diese Vorzutragen, da er immer wieder unterbrochen wurde. 

Referenten:

-          Frau Schmidt , MAIS NRW: sehr sachlich, informativ und selbstkritisch, was ihre Möglichkeiten betrifft!

-          Frau Zimmer, MDEP: Worthülsen!!!

-          Herr Winkler, BM für Arbeit und Soziales: absolut trockenes Vorlesen der aktuellen Situation! Er wurde von einer „Selbstdarstellerin“, bevor er sein „Referat“ beginnen konnte, nach seiner Qualifikation gefragt. Darauf antwortete er mit dem Hinweis, dass er als Beamter keine persönlichen Haltungen, bzw. Meinungen in seine Arbeit einfließen lassen dürfe!

Dazu Jörg Asmussen, beamteter Staatsekretär im Bundesfinanzministerium, jetzt EZB, im Stern am 15.09.11, Seite 52:

„Überlebensregeln für politische Beamte: Du bekommst viel Macht, darfst sie aber nie zeigen. Die Bürger müssen glauben, dass Politiker entscheiden und Beamte nur ausführen. – Haben Sie Macht, Herr Asmussen?- Ich bereite politische Entscheidungen vor, aber ich treffe sie nicht!“

 

      Erwartungen, vorher und nachher:

 -          straffere Organisation

-          kein Aufstellen von Getränken und Essen während der Vorträge

-          Kontrolle der Teilnehmer (am 2. Tag waren nur noch 50 % anwesend)

-          Vorsicht vor Alibi-Funktionen gegenüber der Politik mit solchen Veranstaltungen!

-          Vorhaben von 2020 (Baroso und EU) ist durch EU-Rettungsschirm schon überholt

 

 
Ich bin mittellos, aber nicht unpolitisch PDF Print E-mail
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Gesicht der Woche: Dirk H. ist obdachlos, legt aber Wert auf ein gepflegtes Auftreten und denkt politisch. Jeden Tag protestiert er gegen Ausgrenzung

Dirk H. mag die Samstage nicht. „Da kriegst Du die Krise. Die Menschen laufen nur mit einem Tunnelblick durch die Straße.“ An Samstagen, so sagt Dirk H., sehen die Passanten nicht, dass er auf seiner zusammengerollten Decke am Boden sitzt, und sich über einen Gruß oder einen gespendeten Groschen freuen würde. An Samstagen, so berichtet der 49-Jährige, drückten sich die Massen achtlos an ihm vorbei. Deshalb mag Dirk H. die Samstage nicht.

Der Mann, der sich seit mehr als 25 Jahren damit arrangiert hat, auf der Straße zu leben, möchte gern wahrgenommen werden. Wichtiger noch als die Spende im Vorübergehen ist ihm, dass die Menschen ihn und sein Plakat beachten, mit dem er jeden Tag gegen soziale Ausgrenzung plädiert. „Ich bin mittellos, aber nicht unpolitisch“, sagt der Mann, der immer nur den ersten Buchstaben seines Nachnamens nennt. Er habe sich schon Protestzügen zu diesem Thema angeschlossen, außerdem ermuntere er obdachlose Kollegen, soweit dies möglich ist, das Wahlrecht wahrzunehmen.

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Krankheit bei Obdachlosen Krepieren auf der Straße PDF Print E-mail
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Ein Netzwerk in Hamburg fordert bessere gesundheitliche Versorgung für Wohnungslose. Das System sei nicht auf sie ausgerichtet, erst recht nicht für Sterbende. Wenn in Hamburg ein Obdachloser stirbt, landet er meist auf dem Obduktionstisch von Klaus Püschel. "Da es in den seltensten Fällen Freunde, Angehörige oder Hausärzte gibt, die etwas zur Krankengeschichte des Menschen aussagen können, muss ich die Todesursache ermitteln", sagt der Direktor der Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf. Im Schnitt obduziert er einen Obdachlosen pro Woche. "Damit kommen wir natürlich einen Schritt zu spät." Um diesen Schritt zu vermeiden und die gesundheitliche Versorgung obdachloser Menschen in Hamburg zu verbessern, hat Püschel gemeinsam mit Ärzten und Mitarbeitern der Wohnungslosenhilfe eine Broschüre herausgegeben. Darin kritisiert das Netzwerk das bestehende Gesundheitssystem: Es sei auf kranke und sterbende Wohnungslose nicht ausgerichtet. Bis heute gibt es kaum Statistiken zur Obdachlosigkeit in Deutschland. Schätzungen zufolge leben in Hamburg 2.000 alleinstehende Wohnungslose in öffentlicher Unterbringung, weitere 1.029 Menschen auf der Straße. Die Dunkelziffer wird höher geschätzt.

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