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Immer mehr Bettler vor Discountern und Geschäften in Mülheim |
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Mülheim. Fast eine Stunde hat der Einkauf gedauert und die junge Frau hockt immer noch auf dem Boden vor dem Laden. Sie kniet auf zwanzig Zentimeter Pappe vor einem Discounter in Heißen, trägt eine schmutzige Strickjacke und meidet den Blickkontakt. Kunden eilen mit Einkaufswagen an der Bettlerin vorbei, der ein oder andere wirft einen Euro in ihren Kaffeebecher. Ab und an gibt sie ein leises Stöhnen von sich, sie sitzt hier mehrmals in der Woche, im Schnee und bei Regen. Später verschwindet die Frau und ein Mann, offenbar gleicher Herkunft, kniet sich auf den Pappfetzen, den Becher in der Hand. Auf diese Weise betteln womöglich organisierte Banden in der Innenstadt und den Stadtteilen gezielt vor Geschäften und Discountern – dort sitzt das Geld lockerer.
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