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Immer mehr Obdachlose in Dresden PDF Print E-mail
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Die Zahl von Menschen ohne Unterkunft wächst. Die Stadt steuert dagegen und plant ein neues Heim.

Finanzielle, gesundheitliche und familiäre Probleme treiben immer mehr Dresdner in die Obdachlosigkeit. Nach Angaben von Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) hat sich die Zahl der Menschen ohne eigene Unterkunft in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Waren Ende 2008 noch 194 Obdachlose durch das Dresdner Sozialamt erfasst, stieg deren Zahl im Folgejahr auf mehr als 200 an. Ende 2010 registrierte die Behörde 224 Obdachlose, die gelegentlich in Heimen nächtigen. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Der in absoluten Zahlen zwar geringe, aber stetige Anstieg veranlasst die Stadt zum Handeln. „Es geht darum, Menschen Unterkünfte anzubieten. Es geht aber auch darum, sie wieder fit für eine eigene Wohnung zu machen“, sagte Seidel.
Nach Erkenntnissen von Armutsforschern zählen Mietschulden, aber auch Trennungen zu den Hauptgründen für Obdachlosigkeit. Arbeitslosigkeit, Suchterkrankungen und psychische Störungen können ebenfalls dazu führen, dass jemand die Wohnung verliert. Häufig mischen sich die Motive.
Was den Anstieg in Dresden ausgelöst hat, ist unklar. Seidel verwies darauf, dass es pro Jahr rund 800 Zwangsräumungen in der Stadt gebe. Nur ein äußerst geringer Bruchteil der Betroffenen werde danach jedoch obdachlos, für die meisten griffen die staatlichen Hilfen. Demnach dürften vor allem Suchtprobleme und Arbeitslosigkeit Hauptursachen für die Zunahme sein.

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