| Ich bin mittellos, aber nicht unpolitisch |
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Default text Gesicht der Woche: Dirk H. ist obdachlos, legt aber Wert auf ein gepflegtes Auftreten und denkt politisch. Jeden Tag protestiert er gegen Ausgrenzung Dirk H. mag die Samstage nicht. „Da kriegst Du die Krise. Die Menschen laufen nur mit einem Tunnelblick durch die Straße.“ An Samstagen, so sagt Dirk H., sehen die Passanten nicht, dass er auf seiner zusammengerollten Decke am Boden sitzt, und sich über einen Gruß oder einen gespendeten Groschen freuen würde. An Samstagen, so berichtet der 49-Jährige, drückten sich die Massen achtlos an ihm vorbei. Deshalb mag Dirk H. die Samstage nicht. Der Mann, der sich seit mehr als 25 Jahren damit arrangiert hat, auf der Straße zu leben, möchte gern wahrgenommen werden. Wichtiger noch als die Spende im Vorübergehen ist ihm, dass die Menschen ihn und sein Plakat beachten, mit dem er jeden Tag gegen soziale Ausgrenzung plädiert. „Ich bin mittellos, aber nicht unpolitisch“, sagt der Mann, der immer nur den ersten Buchstaben seines Nachnamens nennt. Er habe sich schon Protestzügen zu diesem Thema angeschlossen, außerdem ermuntere er obdachlose Kollegen, soweit dies möglich ist, das Wahlrecht wahrzunehmen. |














