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ich weiß, was du meinst. ich denke oft an die menschen, die auf der strasse leben müssen. vorallem jetzt in der vorweihnachtszeit. aber auch, wenn ich mal in einer stadt bin und die leute dann dort sitzen sehe, wie sie um jeden kleinen cent betteln. finde ich schrecklich!
aber ich denke, wenn du diesem mann etwas schenkst, kommt bei den andern neid auf, wenn nicht sogar hass. ich kann mir nicht vorstellen, das es ihm gegönnt wird. darum würde ich es lieber sein lassen. man kann da glaub ich nicht viel machen, obwohl wir alle etwas dazu beitragen sollten. vor allem jetzt, wo es kalt draußen wird. wie viele obdachlose müssen sterben, weil sie erfrieren?
diese vortellung macht mich jedes jahr traurig!
Ein Ausschnitt aus dem Forum urbia.de
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Krankheit, Tod und Trauer in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe |
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Tote haben keine Lobby. Dieser Satz trifft in unserer Gesellschaft besonders auf wohnungslose Verstorbene zu. Wenn Menschen ohne eigene Wohnung versterben, gibt es fast nie Freunde, Angehörige oder Hausärzte, die etwas zur Vorgeschichte erzählen können. Wir wissen nichts über ihr Leben, ihre Krankheiten und nur selten die Todesursache. Aus diesem Grund werden die meisten toten Wohnungslosen in die Leichenhalle des Instituts für Rechtsmedizin gebracht. Dort werden sie untersucht und häufig auch obduziert, so dass wir nach dem Lebensende etwas über diese Menschen, ihre Erkrankungen, ihre Todesursachen und die Umstände des Sterbens sagen können. Damit kommen wir natürlich einen Schritt zu spät. Eigentlich sind diese Menschen auch noch viel zu jung zum Sterben. Die anderen (gesellschaftlich eingebundenen und medizinisch gut versorgten) Bürger leben drei Jahrzehnte länger. In Studien konnten wir zeigen, dass viele Wohnungslose an Krankheiten verstarben, die gut zu behandeln gewesen wären. Hinzu kommt, dass sterben und Tod in der Szene der Wohnungslosen noch stärker tabuisiert werden als ohnehin in unserer Gesellschaft. So ist es schwer, Sterbende in ihrem Umfeld zu begleiten und ihnen zu helfen und einen Raum für Trauer zu schaffen.
Die Herausgeber haben all dies zum Anlass genommen, diese Broschüre zu erarbeiten, die einerseits Sterben, Tod und Trauer in der Wohnungslosigkeit beschreibt, andererseits aber auch konkrete Antworten auf Fragen geben will, beispielsweise zu Rechtsfragen, Sterbebegleitung und Bestattung. Sie richtet sich an Akteure im Gesundheitswesen, in der Wohnungslosenhilfe und andere geneigte Leser. Das weit verbreitete „Noli me tangere“ (wörtlich: „Rühr mich nicht an“) zu überwinden – in unserer wohlhabenden Gesellschaft – ist zugleich eine Herausforderung und Verpflichtung. Ich bin mir sicher, dass hier Diskussionen angestoßen werden und ein Schritt hin zur Überwindung der Tabus Sterben und Tod gemacht wird. Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Broschüre zum Download PDF
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330 betreute Obdachlose in der Ortenau |
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Im Ortenaukreis gibt es rund 330 Obdachlose, die in einer von den Gemeinden zur Verfügung gestellten Unterkunft leben und auf Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder der Sozialhilfe angewiesen sind.
OFFENBURG (BZ). Im Ortenaukreis gibt es rund 330 Obdachlose, die in einer von den Gemeinden zur Verfügung gestellten Unterkunft leben und auf Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder der Sozialhilfe angewiesen sind. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die Kreisverwaltung heute dem Sozialausschuss des Ortenaukreises vorgelegt hat. Neben der finanziellen Leistungserbringung unterstützt der Ortenaukreis die Betroffenen auch durch Beratung, heißt es in dem Pressebericht des Landratsamtes. Die Zahl der Frauen unter den Obdachlosen nimmt nicht nur landesweit, sondern auch im Ortenaukreis zu, wenngleich der Anteil der Männer deutlich überwiegt, so der Bericht. So ist etwa im Offenburger Wohnheim St. Ursula jeder vierte Bewohner eine Frau. Oberstes Ziel der Beratung und Betreuung ist es, dass Obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Personen einen angemessenen Wohnraum finden und behalten können. mehr lesen
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Mit „Moni“ neue Gemeinschaft erleben |
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Lüdenscheid. Mike ist ein richtiger kleiner Sonnenschein. Einer, der fröhlich in die Welt strahlt, der den Menschen voller Vertrauen begegnet. Einer, bei dem einem das Herz aufgeht. Aber nicht alles soll man dem eineinhalbjährigen Jungen sofort anmerken, meint seine Mutter. „Man muss ihm nicht gleich ansehen, dass er ein Kind von Hartz-IV-Empfängern ist“, sagt Tina. „Deshalb achte ich besonders auf seine Kleidung.“
Einmal in der Woche jedoch muss sich die 34-Jährige keine Gedanken darüber machen, was andere von ihr oder ihrem Kind denken. Montagsabends im Gemeindehaus der Erlöserkirche in Lüdenscheid kann sie so sein, wie sie ist: Weil hier dann Menschen zusammenkommen, die wie sie und ihre Familie auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.
Mit seinen 17 Monaten ist Mike der Jüngste in diesem Obdachlosen-Freundeskreis Lüdenscheid. „Siggi“ ist mit 73 Jahren der Älteste. Dazwischen: Männer und Frauen, die in ihrem Leben schon einmal gestrauchelt sind. Die ihre Arbeit verloren haben, hoch verschuldet sind, unter Alkohol- oder Drogenabhängigkeit leiden, auf der Straße leben mussten, als nicht mehr arbeitsfähig gelten oder verzweifelt einen Job suchen. Und für die die Hartz-IV-Reform nichts ändern wird im Leben. mehr lesen
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Wenig wandernde Obdachlose in Marktoberdorf |
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Seit Margarete Schwarz das Obdachlosenheim in der Marktoberdorfer Saliterstraße nicht mehr leitet, finden dort durchreisende Obdachlose keine vorübergehende Bleibe mehr. Allerdings gibt es dafür offenbar auch keinen Bedarf in der Ostallgäuer Kreisstadt: «Die Nachfrage ist gleich Null», sagt Bürgermeister Werner Himmer. «Wir hatten seit über einem Jahr gar keine Anfrage.
Anfragen gelangen über die Polizei, bei der sich «wandernde» Obdachlose melden müssen, an die Stadt. Die Kommune ist laut Jurist Stefan Mohr vom Landratsamt in einem solchen Fall verpflichtet, die Obdachlosen, die von der Polizei einen Berechtigungsschein erhalten, für drei Nächte zu beherbergen. «Es besteht aber keine Pflicht, dafür eine eigene Unterkunft zu unterhalten», so Mohr. «Notfalls können wir die Leute auch in einer Gaststätte einquartieren», ergänzt Himmer.
In den vergangenen Jahren fanden diese im Dachgeschoss des städtischen Gebäudes in der Saliterstraße ein Domizil. Sechs Betten und ein kleiner Tisch hatten Platz. Duschmöglichkeiten gab es im Erdgeschoss. Die Betreuung der Obdachlosen sowie des Gebäudes hatte die gelernte OP-Schwester Margarete Schwarz über 30 Jahre lang inne. mehr lesen
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