| Obdachlose finden im Pfarrhaus einen warmen Platz für die Nacht |
|
|
|
|
Default text Malsfeld. Ein Bett, ein warmes Zimmer, eine Dusche. Für Menschen, die auf der Straße leben, sind diese Dinge eine Seltenheit. Im Malsfelder Gemeindehaus wird ihnen geholfen. Denn dort betreibt das Pfarrerehepaar Simon seit 16 Jahren eine Notschlafstelle für Obdachlose. Es ist sauber und aufgeräumt in der kleinen Dachwohnung. Neben drei Schlafplätzen gibt es einen Aufenthaltsraum mit Esstisch und Kühlschrank, im Bad können die Gäste ihre Wäsche waschen und trocknen. Einiges, was die Besucher im Laufe der vergangenen Jahre zurückgelassen haben, erzählt von deren Leben. Die Wissenschaftsmagazine zum Beispiel, die im Regal gestapelt liegen. „Unter den Obdachlosen sind viele gebildete Leute“, weiß Pfarrer Karl Georg Simon. Einige hätten sogar ein abgeschlossenes Studium. Warum sie auf der Straße gelandet sind, dafür gebe es verschiedene Gründe. Familiäre Probleme, Jobverlust, psychische Erkrankungen. In einem Gästebuch, das einer der Obdachlosen dem Pfarrerehepaar geschenkt hat, haben sich schon einige Schlafgäste eingetragen. Auf den Seiten stehen Dankesworte und Gebete, aber auch Schilderungen des Alltags auf der Straße. |














