| Das hier ist die absolute Ausnahme |
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Default text Ketsch. Gut zwölf Liter des frisch gebrühten Kaffees sind um diese Zeit schon weg, dabei hat das Obdachlosenfrühstück gerade erst begonnen. Die Tische sind reich gedeckt im Haus der Begegnung, das immer am ersten Freitag im Monat von 10 Uhr bis 12 Uhr für Menschen, die größtenteils auf der Straße leben, geöffnet hat. Liebevoll zubereitetEs ist alles da - Brot und Brötchen, Wurst und Käse, Marmelade und Honig, Eier und frisches Obst, zumeist alles aus Spenden wie von den Bäckereien Flörchinger und Grimminger, der Fruchtecke oder dem Geflügelhof Janson, liebevoll zubereitet von den emsigen Frauen der Kirchengemeinde. Vor allem in den Wintermonaten kommen immer wieder viele bedürftige Frauen und Männer in die Kolpingstraße nach Ketsch. Im Hof liegen einige Hunde in der Sonne, auch die bekommen Futter und Wasser hingestellt. Sportdress statt SchlafanzugIm Keller hat die Kleiderkammer geöffnet. Erika Wehland, Elvira Werner, Irene Hege und Heidi Wurm verwalten die aus Spenden angelieferten Kleidungsstücke. Alles ist sortiert, nach Unterwäsche und Oberbekleidung, nach Hosen und Jacken. Klaus sucht sich eine Hose aus, Größe 54. Der Mannheimer kommt "im ganzen Kreis" herum, war zuletzt aber lange Zeit im Krankenhaus: "Man muss immer alles abklappern", sagt der 51-Jährige, der seit Jahren ohne festen Wohnsitz lebt. Er probiert die Hose in der Toilette an, sie passt. Manfred sucht sich derweil noch einen Gürtel aus. [mehr] |














